L1205A Das große Nein: Eigendynamik und Tragik des gesellschaftlichen Protests

Status Kurs abgeschlossen Kurs abgeschlossen
Beginn Di. 14.04.2020 um 19:30 Uhr
Ende Di. 14.04.2020 um 21:00 Uhr
Kursgebühr 5,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Prof. Dr. Armin Nassehi

Bitte beachten Sie, dass es sich um einen Online-Kurs handelt, an dem Sie mittels eines Internet-Streams von zu Hause aus teilnehmen.
Für die Teilnahme an diesem Online-Vortrag wird eine Gebühr von EUR 5,00 (ermäßigt: EUR 4,00) erhoben. Diese Gebühr wird Ihnen als Guthaben für den Besuch eines anderen Kurses bei der vhs Wetzlar anerkannt.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Link, der Sie zum Stream führt.
Beratung und Unterstützung erhalten Sie bei der vhs Wetzlar unter der Tel.: 06441 – 99 4306.

Klimaproteste, Gelbwesten, PEGIDA, Occupy, Hongkong, Arabellion - die Anlässe sind vielfältig, die Inhalte unterschiedlich, und doch ist all diesen Protestbewegungen eines gemein: ihre formale Ähnlichkeit. Protest wird dann wahrscheinlich, wenn Interessen, Geltungsansprüche und Kritik an sich selbst erleben, dass sie sich in den eingefahrenen Routinen einer trägen Gesellschaft nicht durchsetzen können. Einerseits wird Protest damit zum Demokratiegenerator, versucht andererseits aber jener Vetospieler zu sein, den moderne Gesellschaftsstrukturen nicht zulassen. Die Grenzen, an die der Protest hierdurch stößt, initiieren eine merkwürdige Steigerungslogik und münden in einer strukturell tragischen Konstellation: In den Mühlsteinen der Gesellschaft, die es schafft, alle Opposition zu integrieren, verpufft der Protest.

Der Herausgeber des Kursbuchs und Professor für Soziologie an der LMU München, Prof. Dr. Nassehi erklärt, wie aus Kritik Protest wird, wie er eingebettet ist in die Kommunikationslogik unserer Zeit, wie sich seine Eigendynamik entfaltet und worin genau die Tragik des Protests besteht.



Kurs abgeschlossen

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Termine

Datum
14.04.2020
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Online Kurs (Internet-Stream)